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Ein Punkt nach K(r)ampf gegen den FC Schalke 04 II

32. Spieltag: 0:0 gegen den Knappennachwuchs

Im vierten Spiel unter Guerino Capretti gelang dem SPORTCLUB der vierte Punktgewinn: Auch beim Nachwuchs von Schalke 04 verbuchte die Verler Elf beim 0:0 vor 234 Zuschauern einen Teilerfolg. „Wir haben einen wichtigen Punkt über die Zeit gebracht“, formulierte es nach Abpfiff Verls Mannschaftsführer Julian Schmidt, der eine Hälfte lang versuchte, seiner Mannschaft zu helfen. Doch die schmerzende Prellung der Achillessehne sowie ein drohender Platzverweis brachten „Jule“ nach der Pause auf die Bank.

Dort bekam er dann den besseren Teil vom Auftritt des SPORTCLUBs zu sehen, denn über die erste Hälfte deckt man am besten den Mantel des Schweigens. Schalke legte aggressiv los, ganz in dem Stil, den zuletzt auch der SC Verl unter Capretti pflegte. Und damit kam der SPORTCLUB nicht zurecht. Sicher hatte „Rino“ recht, wenn er meinte, „beide Mannschaften starteten etwas verkrampft, schließlich stand eine Menge auf dem Spiel.“ Aber er räumte auch ein, dass sein Team keinen Zugriff auf die Partie bekam. Der Knappennachwuchs hatte gefühlt 80 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte, wusste daraus allerdings kein Kapital zu schlagen, da die Westfalen in der Defensive gut standen.

Die Verler versuchten es hingegen meist mit langen Bällen. Die landeten aber oft beim Gegner und ebenso häufig im Aus. Aber auch Königsblau verzeichnete erst nach einer Viertelstunde seine erste Chance, die aber Neumann über das Gehäuse von Robin Brüseke jagte. Einen technischen Fehler der Schalker Hintermannschaft nutzte kurz darauf der unermüdlich rackernde Gianluca Marzullo zur Balleroberung. Marzullo legte auf Hervenogi Unzola ab, der am Strafraumeck gefoult wurde. Viktor Maier versuchte es direkt – genau in die Arme von 04-Keeper Wellenreuther.

Kurz darauf hielt der Verler Anhang den Atem an. „Jule“ hatte gerade wegen wiederholten Foulspiels den gelben Karton gesehen, Schalkes Wagner flankte aus gut 25 Metern und der nach vorne geeilte lange Innenverteidiger Tjorben Uphoff setzte den Ball per Kopf an die Latte. Noch zweimal kamen die Knappen vor der Pause gefährlich vor das Tor des SPORTCLUBs. Einmal konnte Daniel Schaal gegen Tobias Pachonik klären, die weitaus größere Gelegenheit hatte Rogier Krohne, der aus zehn Metern den Ball freistehend als Volley über das Tor jagte.

„Ich hatte für die zweite Hälfte mehr Präsenz gefordert. Ich wollte, dass wir aggressiver werden und mehr von hinten heraus spielen, denn gegen Schalke brauchst du nicht mit langen Bällen zu agieren“, schilderte Capretti später seine Maßnahmen in der Pause. Dazu rückte Daniel Mikic von der Bank auf die Sechser-Position, Jannik Schröder übernahm den Innenverteidigerposten von Schmidt. Tatsächlich kam Verl besser aus der Kabine, übernahm mehr und mehr das Heft des Handelns. Allerdings musste der SPORTCLUB stets auf der Hut sein vor den Schalker Angriffen, insbesondere vor der kleinen giftigen, aber wieselflinken Sturmspitze Christian Mauersberger. Doch der war zumeist bei Daniel Schaal gut aufgehoben.

Und so erarbeitete sich der SPORTCLUB nicht nur spielerisches Übergewicht, sondern auch einige wenige Chancen. Doch einmal erreichte Maiers Zuspiel Adressat Marzullo nicht, dann pariert Wellenreuther einen Schuss von Viktor. Das eine oder andere Mal hätte es Verl vielleicht auch aus der zweiten Reihe versuchen sollen, agierte da jedoch zu zögerlich. Als sich Nico Hecker nach ordentlicher Vorarbeit von Unzola doch einmal ein Herz fasst, knallt sein Kracher aus gut 20 Metern an die Latte.

Die letzten knapp zehn Minuten agierte der SPORTCLUB sogar in Überzahl. Der erst in der 58. Minute eingewechselte Idrissa Toure wurde nach mehreren Fouls und wohl auch lautstarkem Reklamieren frühzeitig unter die Dusche geschickt. Dennoch konnte Verl die Überzahl nicht ausspielen, kam allerdings noch einmal zu einer richtig guten Chance. Den wohl schönsten Angriff des Spiels über Schaal und den eingewechselten Yannick Geisler jagte Hecker kurz vor dem Strafraum knapp über den Winkel. „Für uns ist der Punkt zu wenig“, meinte S04-Trainer Cinel Onur, der mit den vergebenen Chancen vor der Pause haderte. Denn nach dem Wechsel gab es für die Knappen keine. Insofern hatte Capretti recht, der meinte: „Insgesamt ist der Punkt in Ordnung.“

Für die kommende Woche kündigte Verls Trainer an: „Jetzt wollen wir uns vernünftig auf den 1. FC Köln vorbereiten und nicht darüber nachdenken, was die anderen machen.“ Die Geißböcke, die mit einem 4:2-Sieg RW Ahlen endgültig in die Oberliga schickten, sind am Samstag Gast in Verl.

Schalke 04 U23 – SC Verl 0:0

Schalke 04: Wellenreuther - Pachonik, Uphoff, Dum, K. Wagner – Neumann, Schley (58. Toure), Klingenburg, Dragon – Mauersberger (62. Boyamba), Krohne (72. Plechaty)

SC Verl: Brüseke – Choroba, Schmidt (46. Mikic), Kalinowski, Schaal – Schröder, Strifler – Hecker, Maier (75. Geisler), Unzola (78. Großeschallau) – Marzullo

Zuschauer: 234

Schiedsrichter: Mitja Stegemann

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Dragon, Dum, Neumann – Schmidt

Gelbrote Karte: Toure (83.)

Das Video zum Spiel:

Bilder vom Spiel