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19.07.10: Unentschieden zum Abschluss
Arendsee/Verl (jed). Samstag Morgen gab es für Raimund Bertels zum Frühstück ein Geburtstagsständchen von der Mannschaft. Das erhoffte "Torgeschenk" am Nachmittag blieb dagegen aus. Beim zweiten Testspiel im Rahmen des Trainingslagers trennte sich der heimische Regionalligist vom Verbandsligisten Oscherslebener SC mit 0-0.
Wie auch schon beim 13: 1 gegen den SC Lüchow (Bezirksliga) am Donnerstag nutzte der
Trainerstab die Gelegenheit, möglichst allen Spielern entsprechende Spielanteile einzuräumen. Anders als zwei Tage zuvor vermochten die Schwarz-Weißen ihre klare Überlegenheit gegen den ausschließlich auf die Defensive konzentrierten 6. Ligisten allerdings nicht in ein zählbares Resultat umzumünzen. Trotz gefühlter 90 Prozent Ballbesitz, zehn klarer Torchancen, sowie einem Pfosten und einem Lattentreffer wollte die Kugel einfach nicht über die magische Torlinie. Egal ob Thomas Bertels (10., 36.), Lars Schröder (23.), Fabian Großeschallau (24.) vor der Pause, oder Rino Capretti (47.), Ferhat Kurtulus (61.,62.) Benjamin Gaudian (67.) oder Jeton Arifi (68.) - es sollte nicht sein. Mal war ein Dribbling zu viel, mal ein Pass zu wenig, mal ein Abwehrbein im Weg, die exzellent aufgelegten Torhüter parierten oder die Verler Angreifer kam einen Schritt zu spät. Dem neutralen Beobachter bot sich der Eindruck: Selbst wenn die Partie bis zum anschließend Grillabend verlängert worden wäre, das Resultat hätte sich nicht geändert. Sympthomatisch für die Mischung aus Pech, Unvermögen, mangelnder Entschlossenheit oder fehlender Konzentration war eine Szene in der 67. Minute. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld stolpert Angreifer Benjamin Gaudian freistehend am 16-Meter-Raum über den Ball.
Raimund Bertels war trotzdem zufrieden: „Das war ein guter Test. Der Spielaufbau war in Ordnung, wir haben hinten dicht gestanden, haben uns gut bewegt, keine einzige Torchance zu gelassen. Lediglich der Abschluss hat nicht gepasst. Über ein 2:0 oder 3:0 hätte sich wahrscheinlich niemand beschweren können ". Co Trainer Carsten Droll sah es ähnlich: “Durch die Belastungen hat in der einen oder anderen Situation einfach die Handlungsschnelligkeit im Kopf gefehlt". Bei aller berechtigten Kritik über das Auslasse bester Chancen dürfe man die Umstände nicht vergessen. Carsten Droll: “Wir sind mitten in der Vorbereitung und haben drei Wochen lang nur Kraft und Ausdauer trainiert. Das dabei die Einabstimmung fehlt ist völlig normal".
Unisono war das Trainerduo froh gestimmt auf dem Weg zum Mannschaftsabend der Meinung: “Wir sind auf einem guten Weg. Wichtig war, das wir uns Chancen heraus gespielt haben. Der Feinschliff und die Tore kommen mit der Zeit". Nach zwei freien Tagen bietet sich dem Kader bereits am Freitag eine neue Chance. Um 18,30 tritt der SC Verl bei der SSVg Velbert an.
SC Verl
1. Halbzeit: Kampe - Brinker, Matlik, Saur, Kaminski - Großeschallau, Leenemann, Venker, Röber - Bertels, Schröder
2. Halbzeit: Mandic - Brinker, Capretti, Matlik, Müller - Arifi, Bömer-Schulte, Leenemann (65. Kaya), Bluhm - Bertels (55. Kurtulus), Gaudian








