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Versöhnlicher Saisonabschluss

2:1-Erfolg bei den Sportfreunden Siegen

Mit einem 2:1-Erfolg (0:1) bei den Sportfreunden Siegen beendete der SPORTCLUB die Spielzeit in der Regionalliga West.  Dabei war die Konstellation im Vorfeld nicht ideal. „Wir waren gerettet, Siegen bereits abgestiegen, die Jungs vielleicht mit den Gedanken schon im Urlaub“, hegte SC-Trainer Guerino Capretti aber nicht lange derartige Befürchtungen. Zumal einige Spieler, die sonst selten oder gar nicht in der Startelf stehen, zum Einsatz kamen.

Grund war einmal die Liste mit gesperrten oder verletzten Spielern wie Julian Schmidt, Hervenogi Unzola, Daniel Schaal oder auch Jonas Strifler. „Sebastian hat sich seinen Einsatz verdient, er hat immer sehr gut trainiert und sollte auch einmal belohnt werden“, erklärte Capretti, warum Lange den Kasten des SPORTCLUBs anstelle von Stammkeeper Robin Brüseke hütete. Trotz der Umstellungen kam der SPORTCLUB prima ins Spiel. Vor 344 Zuschauern „haben wir gut gespielt, eigentlich so, wie ich mir das vorstelle“, lobte „Rino“, allerdings „waren wir teilweise vielleicht etwas zu verspielt und nicht effizient genug.“

Und so kam es wie so oft im Fußball: Der SCV ließ einige Großchancen liegen, die Sportfreunde nutzten gleich ihre erste. Nach einer Kombination über rechts gelangte der Ball auf Arda Nebi, der aus kurzer Distanz mühelos einschob. „Danach hatte Siegen eine kleine Druckphase“, attestierte Capretti. „Wenn da das 2:0 fällt…“, dachte er womöglich auch noch an die Chance nach einer halben Stunde Spielzeit, als der Ball erneut von der rechten Seite nach innen gepasst wurde, aber nicht nur die Verler Defensive, sondern auch die Angreifer der Gastgeber nicht an den Ball herankamen.

Danach fing sich der SPORTCLUB allerdings wieder und konnte weitere Gefahrensituationen vermeiden, dafür selbst Akzente setzen. Doch Siegen brachte regelmäßig noch ein Abwehrbein dazwischen, bevor dem SPORTCLUB ein erfolgreicher Abschluss gelang.

Nach der Pause zeigte Caprettis Forderung nach einer effizienteren Spielweise Früchte. „Wir hatten dann eine klarere Linie und auch mehr Ballbesitz. Wir haben besser gespielt und am Ende verdient gewonnen“, so des Trainers Analyse. Es wurde häufiger der Abschluss gesucht: Der Schuss von Fabian Großeschallau strich nach Flanke von Nico Hecker noch am Tor vorbei, Hecker selbst scheiterte kurz darauf an Siegens Torwart Christoph Thies, der auch eine gute Kopfballverlängerung von Großeschallau entschärfte. So dauerte es bis zur 61. Minute, ehe die Bemühungen des SPORTCLUBs belohnt wurden. Hecker brachte den Ball nach einem Freistoß von Viktor Maier zum Ausgleich im Sportfreunde-Tor unter.

Der SPORTCLUB nahm danach allerdings nicht den Fuß vom Gas, wollte Capretti endlich den ersten Sieg bescheren. Doch eine Flanke von Großeschallau fand keinen Abnehmer, wenig später bekam der Gastgeber bei einem guten Schuss von Fabian noch ein Körperteil dazwischen. Siegen selbst hatte noch eine spektakuläre Szene, als Cliff Uyimwen einen Fallrückzieher über das Tor der Verler zog.  Kurz danach wurden die Mühen der Verler belohnt. Maier konnte im Siegener Strafraum nur durch Foul gebremst werden, der eingewechselte Sinisa Veselinovic schnappte sich den Ball und verwandelte den Strafstoß zum 2:1 (86.).

„Das Team wollte, hat gefightet, das war alles sehr positiv, insbesondere, wenn man solch ein Spiel noch dreht“, freute sich Capretti nicht nur über den Sieg, sondern auch über die Einstellung der Mannschaft. Nun hat die Truppe erst einmal Urlaub, bevor bereits am 19. Juni die Vorbereitung auf die Spielzeit 2017/18 in der Regionalliga West beginnt.

Sportfreunde Siegen – SC Verl 1:2 (1:0)

Siegen: Thies - D. Kammerbauer, Konaté-Lueken, Mißbach, Zeh (73. Uyimwen) - Zeller, Jakobs, Bafobusha, Jost – Nebi (84. Dreisbach), Hombach (58. Zahn)

Verl: Lange – Kalinowski (84. Ilskens), Choroba, Mikic, Großeschallau (89. Dere) - Kaspar, J. Schröder, Hecker, Liehr - Maier, Marzullo (58. Veselinovic)

Tore: 1:0 Nebi (17.), 1:1 Hecker (61.), 1:2 Veselinovic (86. Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Benjamin Schäfer

Zuschauer: 344

Gelbe Karten: Hombach, Zahn – Mikic, Maier

Das Video zum Spiel:

Bilder vom Spiel