Navigation
SPORTCLUB Verl · Offizielle Website

Bittere Niederlage nach 2:0-Führung

SPORTCLUB verliert in Rödinghausen am Ende 5:2

Mit einem bitteren 2:5 (2:1) im Gepäck kehrt der SPORTCLUB vom Gastspiel beim SV Rödinghausen 1970 zurück. Laut Raimund Bertels, Präsident des SC Verl, bekamen die 843 Zuschauer im Häcker Wiehenstadion „zwei extrem verschiedene Hälften" zu sehen.

Zunächst „funktionierte alles nach Plan“, sah SCV-Trainer Andreas Golombek seine Mannschaft auf dem richtigen Weg. Die Schwarz-Weißen starteten mutig, zeigten deutlich, dass sie fest gewillt sind, den Gastgebern Paroli zu bieten. Der schnelle und gute Start schien den SVR zu überraschen, so dass dieser so manches Mal einen Schritt zu spät kam. So auch in der 9. Minute, nachdem sich Patrick Choroba auf dem rechten Flügel fein durchgesetzt hatte und sein Pass im Strafraum Viktor Maier erreichte. Kevin Harder konnte Maier jedoch nur durch ein Foul bremsen. Der Gefoulte nutzte die Gelegenheit und verwandelte selbst zur frühen Führung (10.).

Als nur fünf Minuten später Daniel Mikic sich nach feinem Zuspiel von Jan Lukas Liehr auf der linken Seite bis zum Strafraum durchsetzte und mit einem strammen Schuss ins untere rechte Eck das 2:0 markierte, schien der SC Verl auf der Siegerstraße, denn die Golo-Elf hatte gegen die sichtlich geschockten Gastgeber die Partie klar in der Hand. Die Platzherren kamen nur sporadisch in die Nähe des Verler Strafraums, spielten zumeist sehr vorsichtig hinten herum. So hätte Maier beinah eine weitere Großchance gehabt, doch der von Liehr steil durchgesteckte Pass auf der rechten Seite war für den quirligen Maier nicht mehr zu erreichen.

Stattdessen gelang der Elf von Alfred Nijhuis der Anschlusstreffer quasi aus dem Nichts. Stefan Langemann passte auf Abu Bakarr Kargbo, der seine Torgefährlichkeit mit einem schnellen harten Abschluss andeutete. Doch der Ball krachte nur an die Latte, von dort allerdings genau vor die Füße von Konstantin Möllering, der den Ball ins Verler Tor jagte (30.). Verl wirkte darauf einen Moment verunsichert, konnte sich aber wieder fangen. Und wer weiß, wie die Partie geendet wäre, wenn Maier seine Riesenchance aus fünf Metern (38.), allerdings bedrängt von zwei Gegenspielern, nicht übers, sondern ins Tor gejagt hätte? Dennoch war bereits eine leichte Verunsicherung im Team zu spüren. Der Pausenpfiff rettete die Golombek-Elf - zunächst.

Die Platzherren kamen mit mehr Entschlossenheit aus der Kabine. „In der zweiten Hälfte haben wir uns überrumpeln lassen“, formulierte es Golo später. Robin Brüseke im Verler Kasten bekam jedenfalls ordentlich zu tun, parierte unter anderem einen Freistoß von Tobias Steffen mit einer Glanztat. Kurz darauf kam Möllering an der Verler Strafraumgrenze zu Fall und Schiedsrichter Lukas Sauer entschied zum Entsetzen der Gäste auf Foulelfmeter, den Lars Hütten sicher zum 2:2 verwandelte (53.). „Danach ging bei allen unseren Spielern der Kopf runter“, beklagte Golombek. „Man darf nicht lange über das Gegentor nachdenken; man muss dann einfach weitermachen.“

Die Hausherren nutzten den Aufwind, schnürten die Verler in der eigenen Hälfte ein. Immer wieder rollten Angriffe auf das Tor Brüsekes zu, der einige Bälle zu halten bekam. Doch nach einigem Gewusel im 16er des SCV fiel der Ball Kargbo vor die Füße, der zum 3:2 traf (65.). Verl versuchte, sich fast nur noch mittels langer Bälle Luft zu verschaffen und vielleicht einen „lucky Punch“ zu landen, um doch noch einen Punkt mitzunehmen. Selten gab es nun noch ordentliche Spielzüge zu sehen. Der aussichtsreichste führte von Jonas Strifler zu Liehr, doch der zielte aus 20 Metern über das Tor der Gastgeber. Als dann erneut Kargbo nach einer Ecke 15 Minuten vor Abpfiff das 4:2 erzielte, war der Drops gelutscht. Zwar war der SC Verl die letzten gut zehn Minuten sogar noch in Überzahl - Fabian Kunze musste mit der „Ampelkarte“ nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig vom Platz - doch ein richtiges Aufbäumen war bei den Gästen nicht zu erkennen. Stattdessen gelang Möllering mit einem genau passenden Schuss aus 25 Metern ins untere rechte Eck noch das 5:2. Fabian Großeschallau, der zum 250. Mal für den SPORTCLUB in der Regionalliga auflief, hatte sich sicherlich ein anderes Jubiläumsspiel erhofft. „Man muss da nicht gewinnen“, meinte Präsident Bertels am Ende, „aber wenn man 2:0 führt, darf man sich keine fünf Tore mehr fangen.“

Kommenden Samstag, wenn es um 14 Uhr vor eigenem Publikum gegen RW Ahlen geht, erwartet er wieder „etwas mehr Druck.“ Golombek formuliert es deutlicher: „Gegen Ahlen musst du richtig Gas geben, sonst rutschst du nachher noch da unten rein.“

Brüseke - Choroba, Schmidt, Unzola, Mikic – Hecker (59. Schaal), Schröder (79. Veselinovic), Strifler, Liehr, Großeschallau (70. Marzullo) – Maier.

Das Video zum Spiel:

Bilder vom Spiel