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Auswärtssieg am Flinger Broich

SPORTCLUB dreht das Spiel und siegt 3:2 gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf

Ein ungemein wichtiger Sieg ist dem SPORTCLUB bei der U23 von Fortuna Düsseldorf in der Regionalliga West geglückt. Mit einem 3:2 (1:2) nach 0:2-Rückstand bewiesen die Schützlinge des frisch gebackenen Fußballlehrers Andreas Golombek nicht nur eine tolle Moral; die Westfalen haben nun auch neun Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang.

Wie aus dem Nichts kam Verl ins Hintertreffen. Die Zeit des Abtastens war eigentlich noch nicht vorbei, da wurde ein weiterer Einwurf des Fortunen-Nachwuchses vor das Tor der Verler nicht geklärt. Hashimoto war im Gegensatz zur Verler Verteidigung hellwach und nickte den Ball locker ein (13.). Das schmeckte dem SC freilich gar nicht, und so wurde intensiver angegriffen. Doch meist endeten die Bemühung, allerdings auf beiden Seiten, in einem Fehlpass, bevor es wirklich gefährlich wurde. Nur einmal erreichte Unzolas Zuspiel auf der linken Flanke Liehr, der von der Grundlinie aus auf Großeschallau zurücklegte. Doch der jagte den Ball deutlich über das Gehäuse der Platzherren.

Eine weitere Unstimmigkeit in der Verler Hintermannschaft brachte die Golombek-Schützlinge in Folge noch weiter ins Hintertreffen. Einen langen Ball konnte Duman vom Fünfmetereck völlig unbedrängt mit dem Kopf zum 2:0 versenken (28.).  „Aus zwei Standardsituationen kassieren wir zwei Tore. Alle gucken nur nach dem Ball. Keinen interessierte da, was der Gegenspieler macht“, ärgerte sich Golombek über die Gegentore.

Nun drückten die Gäste zwar noch mächtiger und kamen auch zu Chancen. Doch Maiers Schuss aus 20 Metern, zuvor von Veselinovic mustergültig bedient, strich knapp am Tor vorbei; kurz darauf wird Marzullos Angriff zur Ecke geklärt, und Schaals Schuss fischt Fortuna-Schlussmann Kampmann aus dem Eck. Doch zum oft zitierten psychologisch wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Pause kann Choroba eine Freistoßflanke von Schaal per Kopf zum Anschlusstreffer im Tor der Fortunen unterbringen (43.). Dennoch „war ich in der Pause etwas lauter“, gestand der Trainer später, und meinte:  „Die erste Hälfte war nicht akzeptabel.“

Mit dem Willen, die Partie noch zu drehen, und zwei frischen Offensivkräften – Hecker für Schaal und Rasp für Veselinovic – kommt der SC Verl aus der Pause.  „Die beiden haben ein bisschen frisches Tempo ins Spiel gebracht“, so Golombek. Entsprechend drückten die Gäste auf den Ausgleich. Doch Rasp schoss knapp am Gehäuse der Gastgeber vorbei, und Marzullo, vom Fortunen-Torwart bei einer Abwehraktion angeschossen, konnte den Ball nicht sauber kontrollieren. Statt den Ausgleich zu erzielen, musste die Golombek-Elf eine Schrecksekunde überstehen, als eine scharfe Flanke der Düsseldorfer durch den Strafraum des SC Verl zischte, aber auch von den Fortunen nicht erreicht wurde. Verls Keeper Brüseke konnte sich auszeichnen, als er einen platzierten Schuss der Gastgeber um den Pfosten zur Ecke drehte.

Auf der Gegenseite bekam Kampmann mehr zu tun. Doch er war zur Stelle, als Maier einen Freistoß aus etwa 25 Metern aufs Tor zog und auch kurz darauf bei einem Kopfball der Nummer 20 des SCV. Stattdessen war Hecker bei seinem Comeback gleich erfolgreich. Erneut war Liehr zur Grundlinie durchgegangen und zog den Ball scharf nach innen, genau auf Hecker, der souverän zum 2:2 vollendete (75.). Doch Verl wollte mehr, wollte die drei Punkte. Mit dem Rückenwind der bis dahin bereits gelungenen Aufholjagd drückte der SC auf das Tor der Fortuna. Doch bekam der SC Verl Unterstützung der Düsseldorfer, denn eine weite Flanke von Unzola „klärte“ Goralski am verdutzten Kampmann vorbei ins eigene Tor zum 3:2 für den SC Verl (81.).

Das schmeckte der Fortuna gar nicht und sie versuchte, noch den Ausgleich zu erzielen. So gab es hüben wie drüben noch Großchancen, doch Maier zog allein vor Kampmann über das Tor. Auf der anderen Seite parierte Brüseke eine klare Chance der Düsseldorfer. Letztlich blieb es beim 3:2 (1:2) des SC Verl bei Fortuna Düsseldorf II.  „In der zweiten Hälfte haben die Jungens das richtig gut gemacht“, lobte Golombek seine Mannen, gestand aber auch: „Am Ende hatten wir auch das notwendige Glück.“

Am Freitag wird Traditionsverein RW Essen Gast der Westfalen sein. Auch gegen den Tabellensechsten darf sich die Elf von Golombek etwas ausrechnen, zumal die Essener vor eigenem Publikum gegen Kellerkind Ahlen nur 2:2 spielten.

Brüseke – Choroba, Schmidt, Unzola, Großeschallau – Liehr, Mikic – Schaal (46. Rasp), Marzullo (89. Kaspar), Maier – Veselinovic (46. Hecker)

Das Video zum Spiel:

Bilder vom Spiel