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Ein Punkt in Wuppertal!

SPORTCLUB hält beim Wuppertaler SV kräftig dagegen und erkämpft ein 0:0

„Erarbeitet und verdient“, lautete das nüchterne Fazit von Trainer Andreas Golombek nach dem 0:0 des SPORTCLUBs beim Wuppertaler SV. Damit brachte er auf den Punkt, was sich seine Mannschaft in 90 Minuten erkämpft hatte.

Die Partie  vor knapp 3.000 Zuschauern im „Stadion am Zoo“ startete recht verhalten. Die Gastgeber zogen sich teilweise sehr weit zurück und überließen den Westfalen das Feld. „Das kennt man aber von Wuppertal, das machen die gern“, ließ sich Golombek mit seiner Elf aber nicht täuschen und auskontern. So gehörten die ersten guten Aktionen den Gästen. Allerdings gelang es Verl zunächst nicht, für Gefahr im gegnerischen Strafraum zu sorgen.

Die kam plötzlich im eigenen auf, nachdem ein Patzer im Mittelfeld vom WSV in Person von Jan Holldack zum schnellen  Gegenstoß genutzt wurde; im Strafraum legte er perfekt quer, und Yordi Teijsse musste eigentlich nur einschieben, doch brachte Verls Keeper Robin Brüseke noch im rechten Moment den Fuß davor. So spielte sich die Partie auf dem tiefen Boden weiter vorrangig zwischen den Strafräumen ab. Die Teams wirkten wie zwei Schwergewichtsboxer, die sich gegenseitig belauern, um im entscheidenden Moment die Lücke in der Deckung des Gegners zu nutzen. Die bot sich dem SC Verl: Nach starker Balleroberung kurz vor dem eigenen Strafraum startete Patrick Choroba auf der rechten Flanke einen Konter. Doch übersah er seine mitgelaufenen Teamkollegen, und statt in die Mitte abzulegen, blieb er im Dribbling hängen.

Wuppertal bestimmte nun mehr und mehr das Spiel, doch kam keine Gefahr vor dem Verler Gehäuse auf. Stattdessen startete Viktor Maier einen Konter, versetzte zwei Gegenspieler und legte perfekt ab auf Jannik Schröder. Doch dessen Schuss aus 13 Metern konnte von einem Wuppertaler Verteidiger gerade noch geblockt werden.

Die zweite Hälfte begann der Gastgeber wesentlich druckvoller. „Wir wollten den vierten Sieg in Folge“, meinte WSV-Trainer Stefan Vollmershausen später an. Das war nun auch auf dem Platz zu merken, doch Verl verteidigte mit viel Kampf und Einsatz und dem nötigen Quäntchen Glück. So bei der starken flachen Hereingabe von Jan Holldack von links, doch WSV-Kapitän Gaetano Manno jagte den unglücklich aufspringenden Ball aus gut einem Meter, allerdings auch aus stark abseitsverdächtiger Position, über den Querbalken.

Dichter kamen die Hausherren nicht mehr an den Torerfolg. Der sehr starke Fabian Großeschallau und der aufopferungsvoll kämpfende Kevin Kalinowski rissen ihre Mannschaftskollegen immer wieder mit. Für Entlastung sorgten die Einwechslungen, allerdings nur sporadisch. Jan Lukas Liehr brauchte erst einige Minuten, bis er ins Spiel fand, nahm aber genauso wie Sinisa Veselinovic Druck von der Abwehr, da sie Abwehrspieler banden und auch den einen oder anderen Befreiungsschlag erliefen. So kam Verl auch noch zu zwei Chancen. Doch den Freistoß von Maier aus 25 Metern pflückte WSV-Keeper Sebastian Wickl von der Linie. Und der Schuss von Liehr nach guter Vorarbeit des kurz zuvor eingewechselten Daniel Schaal konnte Wickl ebenfalls nicht überwinden. Die Nachspielzeit lief längst, viele WSV-Anhänger hatten bereits ihre Plätze verlassen, da kam der WSV zu einer letzten Chance. Doch der Freistoß genau von der Strafraumecke wurde in den Verler 16er gechipt und wurde so noch einmal mit letzter Kraft vom SC Verl geklärt.

„In der ersten Hälfte haben wir ein gutes Spiel gemacht“, analysierte Mannschaftskapitän Julian Schmidt, „aber dann hat man doch gemerkt, dass wir unter der Woche auf dem tiefen Platz in Paderborn gespielt haben.“ „Gegen Bonn auf dem tiefen Platz 90 Minuten dem Rückstand hinterher gelaufen, das schwere Spiel gegen Paderborn“, erinnerte Golombek, „da kann ich der Mannschaft für ihren Kampf und Einsatz nur ein Kompliment machen. Sie hat sich den Punkt verdient.“

Brüseke – Großeschallau, Kalinowski, Schmidt, Strifler – Kaminski (Veselinovic), Schröder, Geisler (55. Liehr), Choroba – Marzullo (80. Marzullo), Maier

Bilder vom Spiel